BENSTAGE 19.1 Next Level Failure

Routine

Das Problem mit der Routine ist es ja, sie erfolgreich zu etablieren. Man muss eine Sache was, 70 mal wiederholen, bis sie zur Routine wird? Es ist für mich zur Routine geworden morgens (mittags und abends) aufzustehen und mit dem Hund rauszugehen. Ob ich Bock habe, oder nicht. Das ist aber eben einfach, da ist ein Lebewesen, dem es, wenn ich mich nicht kümmere, nicht gut geht. Alternativlos. Aber alles für einem selbst – was nichts mit Arbeit zu tun hat – das ist letztlich optional. Und da ich mich selbst dermaßen darauf getrimmt habe die Bedürfnisse anderer (Arbeit) über meine zu priorisieren, fällt es mir schwer, Dinge zu etablieren die ja nur für mich sind. Aber jetzt will ich es mal wieder versuchen.

Ich habe jetzt knapp 17 Kilo angenommen. So langsam sehe ich das auch und das gefällt mir. Ich will mehr. Ich fühle mich jetzt noch gar nicht so viel gesünder, aber na klar ist das besser. Vor allem fühle ich mich langsam etwas weniger ekelhaft. Ich denke aber, das es jetzt mehr braucht als nur die Spaziergänge. Wie man hier lesen kann, werde ich auch wieder besser was meine wöchentlichen Sport Sessions angeht aber ich denke, ich muss noch mehr tun. Besonders jetzt, wo die dunkle Jahreszeit naht. Ich muss mehr tägliche Übungen machen. Hanteln, Sit-ups, Squats, Bench Press. Ich mache das immer mal wieder, es steht jeden Tag auf meiner grausamen To-do Liste, aber eine Routine ist es bisher nicht.

Das andere Thema ist schreiben. Ich versuche das seit ein paar Wochen wieder und es ist schwer. Ich komme nicht wirklich rein. Auch das, braucht Routine denke ich. Übung, am besten täglich. Also muss ich was machen. Eigentlich bin ich eine Nachteule. Jemand der gerne nachts arbeitet, weil ich dann das Gefühl von Ruhe habe. Weil ich dann nichts verpasse. Weil ich dann einigermaßen entspannt bin. Leider beißt es sich mit einem festen Job – und dem Hund – wenn ich jede nacht bis 3 Uhr oder so arbeite, wenn ich gleichzeitig wieder um 7 Uhr aufstehen möchte oder muss. Also bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als zu einem Morgenmenschen zu mutieren. Ich meine einen richtigen, echten Morgenmenschen, nicht diese wenig überzeugende Imitation die ich seit ein paar Monaten versuche. Nein, ich muss das jetzt mal ernsthaft angehen. Diese Woche werde ich langsam meinen Rhythmus ändern. Aufstehen um 6 Uhr, Mediation, ein paar Übungen. Ich muss gar nicht alles jeden Tag machen, ich kann das ja alternieren. Dann mit dem Hund raus und dann ne Stunde schreiben bevor der Arbeitsalltag beginnt. Und der Clou – ich nehme mir abends nicht mehr viel vor, außer eben mal Sport aber ansonsten nur nette Dinge wie lesen oder Filme. Klingt gut und auch nicht das erste Mal, dass ich mir das vornehme, aber früher hatte ich auch keinen Hund. Warum schreibe ich das hier? Weil ich hoffe so für mich ein wenig Verbindlichkeit zu schaffen. Weil ich mich, ohne mich irgendwen aufzudrängen mitteilen möchte. Weil ich es wieder öfter zulassen möchte, das Gedanken raus müssen. Egal, ob es wen stört oder nicht. Dies ist schließlich meine kleine Ecke des web und hier kann ich dementsprechend machen, was ich will und was ich will, ist schreiben.

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By Ben
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