BENSTAGE 19.1 Next Level Failure

Rise of the Schreibende

Der Schreibende. Ich bin mir nicht sicher, das ich diesen selbst verliehenen Titel noch verdiene. Es ist ja nicht wie Thronfolge eines Prinzen der dann auf Lebenszeit zum König wird. Ob er sich nun wie ein König verhält oder nicht. Es ist viel mehr als das. Früher, war das Schreiben für mich ja keine Wahl, keine Entscheidung, es war eine Notwendigkeit. Ein Ventil um nicht durchzudrehen. Eine Flucht in die Welt der Worte um mich auszuleben und um mir selbst ein paar Antworten oder interessantere Fragen zu erschreiben. Was ist denn heute anders? Vielleicht bin ich längst durchgedreht. Daher auch keine Verwendung mehr für die Wortkunst. Der Bekloppte beliebt nicht mit den Worten zu tanzen, sondern mit den absurden Gestalten die er sich statt seiner in bunten Farben ausmalt. Schön wäre es.

Mir Verrücktheit könnte ich denke ich umgehen. Es gibt härtere Schicksale als bekloppt zu sein. Man stelle sich vor man wäre Nazi, Rassist oder Christian Lindner. Alles nicht schön. Nein, so eine ehrliche Beklopptheit das wäre oder ist nichts dem ich mich schäme. Das ist es aber nicht, was mich von dem hier abhält. Ich habe schlicht keine Energie mehr dafür. Das in Verbindung mit dem abnehmenden Interesse im allgemeinen und der Wille alles dem Job unter zu ordnen bis zur Selbstaufgabe, bilden eine unheilige Allianz die leidenschaftlich an meinem Untergang schraubt. Alles mit meiner Zustimmung natürlich. Macht mal, ihr wisst schon was ihr tut. Licht in dieses selbstgewählte Drama, zumindest ein bisschen, warf ausgerechnet ein kleiner emotionale Zusammenbruch vor ein paar Wochen. Es wurde schlicht zu viel. Verzweiflung und Tränen die sich nicht mehr zurückhalten lassen wollten. Das hat ein paar langsame (sehr sehr langsame) Denkprozesse in Gang gesetzt. Es geht so nicht weiter, zumindest sollte es das nicht. An der Grenze des Machbaren gerne tanzend, wird es ungesund. Einfach mit arbeiten aufhören, eine Scheißegal Einstellung an den Tag legen ist keine Option. Das einzige was ich tun kann, ist Zeit mit anderen Dingen verbringen. Mir wieder mehr Zeit mit mir selbst einzuräumen oder überhaupt mal Zeit. Das sollte in aller erster Linie Sport sein, schließlich hat man seit Beginn des Jahres mal eben sechs Kilo zugenommen. Ein unhaltbarer Zustand. Des weiteren sind es aber vor allem die Worte in die ich mich flüchten kann und sollte. Ich muss mir meine Morgenroutine wieder aufbauen welche neben ein wenig Sport vor allem aus Lesen und ein wenig Schreiben besteht. Statt vor der Arbeite zu arbeiten, dort voll durchzuziehen und dann nach der Arbeit noch weiter arbeiten muss ich mir wieder Räume schaffen die nur mir gehören. Ich muss anderen Gedanken zumindest die Möglichkeit einräumen sich zu entfalten. Sprichwörtlich Platz schaffen in diesem nutzlosen Apparat von Gehirn mit dem man ausgestattet wurde. Man hat ja nun mal kein anderes.

Ich will noch gar nicht von Projekten träumen denen ich nachgehen könnte, aber zumindest mal wieder regelmässiger über Dinge schreiben. Oder mit BenStage 19.1 weitermachen (womit dann auch die ausstehende Entscheidung gefallen ist, es unter dem Label weiter zu machen). Ich mein, ich kam ja nicht mal mehr dazu meine Sport- und Ernährung’s Updates zu posten. Das ist schon peinlich. Das ist nicht mal eine Frage der Disziplin, sondern tatsächlich der Zeit, der Energie die ich dann immer noch lieber in die Arbeit gewidmet habe. Auch heute wird das nicht viel anders sein, aber zumindest will ich ein paar Stunden auch mir widmen. Deshalb sitze ich jetzt hier, evaluiere die Lage und schaue was noch so gehen könnte …

P.S. Ich habe ja eine Idee, seit langem schon die mir gut tun würde. Das könnte man auch einfach so starten, aber da kommt mir wieder mein scheiß Perfektionismus in die Quere. Für eine adequate Vorbereitung fehlt mir einfach die Power. Es ist ein Kreuz, verdammtes Gehirn, dämliches …

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By Ben
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