BENSTAGE 19.1 Next Level Failure

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Wir machen das so: Wir sprechen einfach nicht mehr groß über das letzte Jahr, okay? War halt ein Jahr. Keines von den Guten, aber davon gab es in den letzten Jahrzehnten generell überschaubar viele. Und für mich war 2020 nicht so drastisch anders, als die Jahre davor. Man hat halt kaum etwas auf die Reihe bekommen. Der Unterschied ist nur, in einer Pandemie nimmt einen das niemand übel. Vor allem bin ich dem gesund entkommen, so gesund wie ich eben bin. Alleine in Deutschland können das Millionen nicht von sich behaupten, während es mehr als 20.000 Menschen einfach gar nicht mehr gibt. Dagegen wirkt das eigene Jammern dann doch ziemlich schäbig …

Ein neues Jahr also. Geschmückt mit überirdischen Erwartungen, so wirkt es zumindest. Sei es einsetzender Realismus oder Resignation (diese Frage treibt mich ja seit ein paar Jahren um) aber ich erwarte auch von 2021 nicht allzu viel. Sicher, Mitte oder Ende des Jahres werden wir dem was wir als Normalität bezeichnen wieder näher sein, als jetzt. Für alle die sagen “Es wird nichts mehr so sein wie vor Corona” habe ich glaube ich nur ein müdes Lächeln über. Corona hat ja durchaus ein paar positive Dinge hervorgebracht. Zumindest in Deutschland, dem Land der konservativen Zukunfstverweigerer wird davon nichts übrig bleiben. Hier mag ich Pessimist sein, fürchte aber lediglich Realist zu sein, würde mich an der Stelle in einem Jahr aber sehr gerne korrigieren.

Wieso klingt das hier eigentlich so negativ? Das war gar nicht meine Intention … Was ist aber meine Intention? Warum wieder den Stift erheben um dem endlosen Fluss von virtuellen Gedanken eine weitere, bedeutungslose Stimme hinzuzufügen? Alle Versuche dieser Art sind letztes Jahr ziemlich schnell gescheitert. Wie die Jahre zuvor, nur noch schneller und leiser. Aber gut, für letztes Jahr gibt es eben eine Generalentschuldigung.

  • “Sorry, ging nicht, war Corona”.
  • “Ja Schatz, ich bin dir fremdgegangen, aber ja nicht wirklich, es war ja Corona.
  • “Sicher, so gesehen habe ich alleine den Dritten Weltkrieg angezettelt, letztlich war ja aber auch Corona, was hätte man denn sonst machen sollen?

Ich schweife ab – das kann ich also noch. Puh, ich hatte schon befürchtet, diese essentielle Gabe verloren zu haben. Ich denke, die ersten drei Absätze laben vor allem deswegen ins Negative, weil ich das hier lange nicht mehr gemacht habe. Und wo ich das schreibe, frage ich mich warum. Wieso, bin ich so dumm mir das eine Mittel zu nehmen, was mir immer geholfen hat? Sicher, ich bin müde. Immer. Jedes Fitzel Energie stecke ich lieber in meinen Job, als dieses für mich zu investieren. Etwas, was ich verändern muss. Etwas, dass ich verändern werde.

2021 also. Von der Zahl natürlich nicht so sexy. Ich glaube ich hatte es auch nie so mit ungeraden Zahlen, aber sei’s drum. Gleichwohl ich global nicht viel von diesem Jahr erwarte, so stehen bei mir ja durchaus ein paar Veränderungen an. Zunächst werde ich nach fast zehn Jahren endlich umziehen. Gleichwohl das alles ziemlich stressig, unorganisiert und chaotisch ist, so wird das bald erledigt sein und ich freue mich auf meine neue Bude. Nicht die Traumwohnung, aber ein Schritt nach Vorne und das richtige zu tun. Sobald das abgeschlossen ist, kann ich mich um das Projekt Hund kümmern. Alleine das, wird mein Leben ordentlich auf den Kopf stellen und ich habe da große Lust zu. Auch viel Respekt und ein wenig Angst, aber so ist das denke ich mit Veränderungen die von Bedeutung sind. Beruflich wird sich auch einiges verändern. Obwohl es letztes Jahr einige eher schmerzhafte Entwicklungen gab, so blicke ich diesem Jahr durchaus optimistisch entgegen. Ich glaube, es steckt voller Möglichkeiten und ich werde versuchen diese zu nutzen um meiner Vision näher zu kommen. Interessant ist, das ich an sich keinen Plan für mich persönlich, aber ziemlich genaue Vorstellungen davon habe was ich in dieser Company erreichen möchte. Dieses Jahr wird sich entscheiden, ob das so möglich ist oder nicht.

Ich habe aber auch privat vor wieder ein wenig aktiver zu werden. Gut, viel inaktiver kann ich dann bald auch nicht mehr werden. Das erste Quartal steht voll im Zeichen meines Umzuges und der Hundesuche. Darüber hinaus, will ich mich aber auch wieder an ein paar kreativen Dingen versuchen. An sich, sind das noch dieselben, wie die letzten Jahre. Auch will ich versuchen wieder etwas gesünder oder viel mehr, effektiver zu leben. Dafür werde ich den Dicken Wal ebenso reaktivieren, wie ReduzierBen. Ich habe nahezu alle Daten vom letzten Jahr gesammelt, werde diese aber denke ich nicht nachträglich eintragen, bin mir da aber noch nicht ganz sicher. Generell werde ich mich wieder dem OKR Framework bedienen und davon auch immer am Ende des Monats berichten. Der Unterschied dieses mal wieder aber sein, das ich versuche realistische OKR zu formulieren. Ich schreibe ein Set für das gesamte Jahr und versuche dabei zwar ambitioniert, aber realistisch zu bleiben. Das ist nicht wirklich mein Ding, aber ich möchte dieses Jahr einfach mal ein paar Dinge hinbekommen. Die Reaktivierung dieses Blogs, ist eines davon aber nicht das wichtigste. Hiermit möchte ich aber meine Stimme wiederfinden. Mich mit Dingen auseinandersetzen und reflektieren. Das es niemand liest, ist eben so und erst mal nicht so schlimm. Aus mir wird kein geiler Content Producer mehr und das werde ich auch nicht versuchen. So werde ich denke ich auch meinen Instagram Account killen. Ich nutze ihn einfach nicht, weder zum teilen noch zum browsen. Es nervt mich einfach zu viele Apps bedienen zu müssen, hab ich kein Bock drauf. Mein Gift ist Twitter und LinkedIn und das reicht.

Okay, für den ersten längeren Artikel, gar nicht mal so gut. Aber ich konnte eine Bullet Point Liste hinzufügen und das Wort Fitzel einbauen. Das ist doch schon mal was. Schauen wir mal, was noch so geht.

Ein erfolgreiches Jahr wünsche ich, aber vor allem Gesundheit. Körperliche, wie Geistige. Alles andere verblast dagegen denke ich eh.

P.S. Das Bild hat natürlich überhaupt nichts mit diesen Text zu tun, ich hatte nur keine Lust ein neues raus zu suchen. Außerdem, spiegelt es dann doch durchaus ein wenig mein letztes Jahr wieder …

Bild : Marvel Entertainment

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By Ben
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