BENSTAGE 19.1 Next Level Failure

Hoffnung

In den letzten Monaten kam dieser Ort wirklich vollkommen zum erliegen. Verloren und verlassen, wie eines dieser gruseligen Dörfer was von den Bewohnern Hals über Kopf evakuiert wurde, um ihr Leben fürchtend, nicht mal genug Zeit für den Abwasch oder um alle Lebensmittel mit zu nehmen oder wenigstens zu entsorgen. Lebensmittel. An sich ein schönes Wort, Pragmatisch. Dinge, die Leben ermöglichen …

Wahrlich, mit Leben hatte dieser Ort nicht allzu viel zu tun in den letzten Monaten. Der Bewohner eben auch nicht. Er kam sich eher vor wie ein Gast. Was allen Gästen gemein ist, ist der Umstand das sie irgendwann wieder gehen. Man selbst kam ja aber einst hier her, um zu bleiben. Natürlich kann man auch schweigend an einen Ort verweilen. Laut in Worten zu schweigen, erscheint aber recht sinnlos. Sinnlos, wie dieses Intro dabei ist doch alles was ich sagen möchte – ich habe endlich einen neuen Computer!

Nein, ganz so plumb ist es nicht, denn was ich mit dieser naiven Hoffnung ausdrücken möchte ist, dass der Umstand das ich nun von einer neuen (sau-teuren) Hardware umgeben bin, evtl. dafür sorgt, das ich mich hier wieder öfter einfinde und Zeit mit Dingen verbringen, die nichts mit der Arbeit zu tun haben. Denn natürlich ist dies der erste und wichtigste Grund warum ich mich hier vollkommen zurück gezogen habe. Ein Projekt in dem ich zunächst voll auf und später eher unterging. Auch das neigt sich dem Ende. Ich muss aber nicht befürchten dann nichts mehr zu tun zu haben, aber evtl. kann ich mein Arbeitsleben mal wieder auf ein Normalmaß zurück schrumpfen und schauen was es sonst noch so gibt.

Tatsächlich hat mich mein Rechner hier zu Hause zum Schluss mehr genervt als das er Freunde gemacht hat. Mit sieben Jahren hatte er ein beachtliches Alter erreicht, da darf man auch mal langsam werden und lauthals protestieren wenn man zu viele Tabs offen hat. Dumm nur, das meine Ungeduld nicht gleichermaßen mit-alterte. Die Kiste hat mich wahnsinnig gemacht – Spaß-Level gleich Null. Monatelange habe ich über ein Nachfolge Setup nachgedacht. Wieder ein MacBook, wobei ich das so gut wie nie irgendwo hin mitnehme oder endlich was festes, dafür extrem mächtiges? Und vor allem, endlich Space Gray oder was? Der iMac Pro war nahe, schließlich habe ich mich aber doch wieder für das klassisches setup entschieden: Aufgerüstetes MacBook Pro, neue Peripherie und ein netter 5K Monitor. Der hätte evtl. nicht Not getan, aber ich denke über einen zweiten nach wobei ich dann feststellen musste, dass die neue Dockingstation (die ich dann brauchte weil meine Geräte alle natürlich noch kein USB-C können) nur ein mal 5k zulässt, bei zweien kommen dann nur noch 4k an. Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.

Anyway … bisher musste das neue Setup noch nicht zeigen, was es kann. Aber es gefällt mir. Rein optisch, was mir nun mal auch wichtig ist. Ich muss und möchte mich wohl fühlen. Aber auch von der Leistung sollte es wieder für ein paar Jahre passen. Evtl. ergänze ich das wirklich noch mal um ein iPad Pro, wobei ich dafür zurzeit schlicht keine Verwendung habe. Ach ja, ein neues iPhone wurde leider auch noch fällig, weil ich gerade in dem Moment wo ich einen Artikel über das neue iPhone 11 was wohl im September erscheint gelesen und entschieden hatte dass das nichts für mich ist, ich mein altes iPhone 6 beim Gehen so unglücklich habe fallen lassen, dass der Screen im Arsch war. Weil mir der Speicherplatz eh zu gering war (was am Ende aber auch der einzige Grund war der für ein neues Gerät sprach), habe ich nun ein iPhone XR erstanden. Es ist zu groß, aber sonst ganz okay. Face ID macht mir Spaß und ich empfinde es als Verbesserung.

Nun soll der Sinn & Zweck dieses ersten Artikels nach Monaten wie gesagt keine Angeberei über die neuen Spielereien sein, sondern die Hoffnung zum Ausdruck bringen die Freude am Schreiben wieder zu finden. Irgendwie. Solche Artikel schrieb ich öfter in letzter Zeit, ohne das davon wirklich etwas blieb. Ob dem dieses Mal so sein wird, weiß ich natürlich nicht, aber ich will es wirklich versuchen. Ich brauche einfach einen Ausgleich, etwas anderes das mich beschäftigt, etwas was es wert ist Zeit und Gedanken für zu verschwenden. Mit Erschrecken habe ich eben festgestellt das ich mich mit diesem Blog bereits in Season III befinde ohne da sich im April daran gedacht hatte. Bisher wenig beeindruckend, diese Staffel. Das sollte sich wieder ändern. Es fällt schwer, etwas von Relevanz zu finden. Das alte Problem. Das Kommentieren der Errungenschaften anderer, befriedigt nicht, außerdem sind andere darin so viel besser. Dann wiederum muss man akzeptieren das man bei nichts wirklich der Erste oder Beste ist. Warum sollte man sich davon abhalten lassen? So viele konträre Gedanken die sich aber leider noch nicht zu etwas brauchbaren vereinen lassen. Wichtig ist aber, das man dem Denken wieder Zeit gibt. Das Hirn mit Nahrung füttert und es wachsen lässt. Hoffnung. Das wonach ich suche, heißt Hoffnung.

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By Ben
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