BENSTAGE 19.1 Next Level Failure

Eingestaubt

Nun habe ich mal wieder ein paar Tage frei und könnte mich anderen Dingen widmen. Der Wortschöpferei zum Beispiel. Könnte, tue ich aber nicht. Noch nicht. Aber ich möchte. Aber ich finde keinen Ansatz. Nach wie vor, erscheint es mir kompliziert.

Grad sah ich folgendes Bild vor meinem geistigen Auge: Ich wandle durch die endlosen Gänge meines Verstandes. Schummriges Licht, trockene Luft, Spinnweben längst verrotteter Arachnida überall. Eine deprimierende weil trostlose und nicht sonderlich clevere Szene. Irgendwie geistlos. Doch hier und da scheint helles, warmes Licht durch die Gänge, taucht die stumpfe Szene in etwas beinahe romantisch, sehnsüchtiges. Ich stehe vor dem langen Regal welches meine Interessen beherbergt. Teils schwere Mappen mit Dingen, die mich einst begeisterten. Ich nehme die Mappe mit der schnörkeligen Überschrift Schreiben in die Hand. Eine dicke Staubschicht umhüllt das stille Monument des Scheitern. Ich puste den Staub hinfort und finde mich in einer Wolke aus Verachtung und stummen Anlagen wieder. Ich huste. Ja, das tut dir wohl, verrecke daran du Penner. Dafür das du mich so lange alleine liesst. Die Wände schauen mich anklagend an, dieser gesamte Komplex hat sie doch nicht mehr alle …

Könnte das eine Geschichte werden? Ach, ich weiß es nicht aber das ganze kommt mir wirklich recht angestaubt vor. Ich muss mir die Tage zumindest mal Zeit nehmen, meine Ideen zu sichten, sie mir wieder in Erinnerung holen und schauen ob mich was begeistert. Ob sie zumindest ein Glimmen entfachen können. In den letzten Wochen hat sich eine meiner Ideen immer mal wieder durch mein müdes Gedächtnis gekämpft und um Aufmerksamkeit gebettelt. Ich nicke dann, wissend aber abweisend. Vielleicht sollte ich mal wieder zu hören, was diese Idee eigentlich will. Ich denke, es ist immer noch zu unausgegoren, zu unklar und zu wenig geil. Aber man könnte es natürlich auch mal komplett erarbeiten, zerreißen kann man es dann ja immer noch oder?

Ich merke jedenfalls immer mehr das meine lyrische Zukunft nicht darin liegen kann, über Dinge zu schreiben die andere tun. Es ist ja nicht mal so das es mich langweilt. Teilweise bin ich nicht sonderlich gut darin, andererseits schon. Aber es ist eher so das es sich bedeutungslos anfühlt. Lebenszeit ist begrenzt, ich sollte sie dazu nutzen Dinge zu erschaffen die andere scheiße finden und nicht andersherum. Ein Anspruch so groß, so von Staub verdeckt das ich nicht sicher bin, wie ich dem gerecht werden kann oder soll. Versuch macht kluch.

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By Ben
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