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26 Gründe nicht die CDU zu wählen … Sechsundzwanzigstes: Friedrich Merz

Am 26. September wird gewählt. Wie auch die letzten Jahre, geht es um etwas. Doch der Unterschied ist, das es mit dem Ende der Ära Merkel (diese harte Überhöhung einer absolut unterdurchschnittlichen Karriere geht mir hart auf den Sack) eine echte Chance der Veränderung gibt. Was Merkel gekonnt unterdrückt oder besser eingeschläfert hatte, bricht sich Bahn: Wechselstimmung. In den Umfragen ist die CDU auf teilweise 20% abgestürzt. Doch ich traue dem Ganzen nicht und rechne damit, dass die CDU, gleichwohl sie sicherlich herbe Verlust hinnehmen wird müssen, letztlich wieder die stärkste Partei wird. Doch selbst wenn, bestünde die Möglichkeit eine Regierung ohne sie zu bilden. Wenn der Wille besteht. Diese Serie richtet sich an die, die immer noch damit liebäugeln der CDU die Stimme zu geben – jeden Tag ein triftigen Grund, nicht die CDU zu wählen …

An sich hätte ich ja gerne noch etwas zum Thema Religion, bzw. der Vermengung von Politik und derselbigen geschrieben. Für viele ja ein Tabu. Dementsprechend empört waren viele, als die SPD in einen ihrer Wahlwerbespots die Religion des Laschet-Vertrauten Nathanael Liminski thematisierte. Religion ist natürlich Privatsache, so kann der Typ glauben woran er will. Kritisch wird es aber, wenn man seine dogmatischen Überzeugungen in Politik übersetzen möchte und genau das, wird hier kritisiert. Er selbst kann gerne keinen Sex vor der Ehe haben bzw. eben nicht, aber es geht ihn ein Scheißdreck an wie andere Leben. Wir machen meines Erachtens viel zu viel Gewese um Religion und empfinden schon die Kritik daran als ein Sakrileg – lächerlich …

Als Beruf ist Politik für Herzlose und Unverantwortliche, Religion für Arme im Geiste und Heuchler wie geschaffen

Arthur Schnitzler

Dies aber nur als Einschub. Weiter hätte ich gerne die Unfähigkeit der Regierenden (weiter) thematisiert, welche jüngst wieder durch die Veröffentlichung vin Unsummen an externe Beraterkosten Ausdruck verliehen hat. Oder aber das Heuchlertum der CDU, wenn es z.B. um Enteignungen geht die ihrer Agenda dienen (Kohleabbau) gegenüber der Panikmache wenn es um Enteignungen geht, deren Nutznießer keine Konzerne sondern der normale Bürger wäre. Es gäbe noch vieles zu kritisieren.

Ganz aktuell hätte ich mich nun auf die Dämlichkeit des Kanzlerkandidaten einschießen können, der es nicht mal hinbekommt geheim seine Stimme abzugeben. Mein letzter Grund nicht die CDU zu wählen, muss aber Friedrich Merz, oder Fotzenfritz wie ihn Martin Sonneborn liebevoll nennt sein. Friedrich Merz ist ein politisch Untoter. Spätestens seit seiner Tätigkeit bei BlackRock ist der Mann mehrfacher Millionär. Der Mann hat alles, warum triebt es ihn wieder in die Politik? Aus puren Ego. Merz hat es nie verwunden das Merkel ihn damals abgesägt hat. Ich war mir immer sicher, dass er zurückkommt, es zumindest versuchen würde. Das er dabei aber so erfolgreich sein würde, das wollte ich mir nicht vorstellen. Merz ist ein eiskalter Turbokapitalist. Jemand, der den normalen Bürger verachtet, der nur für seines gleichen oder letztlich ihn selbst arbeitet. Er lügt und betrügt, ihn sind beinahe alle Mittel recht seine politischen Gegner zu diskreditieren, während er selbst wenig kritikfähig ist.

Dieser Mann ist gefährlich. Mit ihm droht eine soziale Eiszeit, die wir uns nicht vorstellen wollen. Er ist nicht einfach nur politisch rechts, er ist eine eigene Kategorie. Jemand, der sich nicht mal mit dem Amt des Vizekanzlers zufrieden geben wird. Merz will Kanzler werden und wird es solange versuchen, bis er körperlich nicht mehr kann. Dabei geht es nicht um Visionen, um Überzeugung, es geht rein darum das eigene Ego zu polieren, die eigene Geschichte zu veredeln und um Geltungssucht. Solche Leute dürfen keine politische Verantwortung haben. Niemals. Nirgends.

Foto : dpa/Michael Kappeler

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By Ben
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