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26 Gründe nicht die CDU zu wählen … Sechstens: Ideologie

Am 26. September wird gewählt. Wie auch die letzten Jahre, geht es um etwas. Doch der Unterschied ist, das es mit dem Ende der Ära Merkel (diese harte Überhöhung einer absolut unterdurchschnittlichen Karriere geht mir hart auf den Sack) eine echte Chance der Veränderung gibt. Was Merkel gekonnt unterdrückt oder besser eingeschläfert hatte, bricht sich Bahn: Wechselstimmung. In den Umfragen ist die CDU auf teilweise 20% abgestürzt. Doch ich traue dem Ganzen nicht und rechne damit, dass die CDU, gleichwohl sie sicherlich herbe Verlust hinnehmen wird müssen, letztlich wieder die stärkste Partei wird. Doch selbst wenn, bestünde die Möglichkeit eine Regierung ohne sie zu bilden. Wenn der Wille besteht. Diese Serie richtet sich an die, die immer noch damit liebäugeln der CDU die Stimme zu geben – jeden Tag ein triftigen Grund, nicht die CDU zu wählen …

Keine Experimente, Der Markt regelt das, Unendliches Wachstum, Öko-Diktatur, Reiche besteuern ist böse, die NATO ist indiskutabel, dem Auto gehört die Stadt … Es ist die CDU die ihren Konkurrenten ständig irgendwelche Ideologien vorwirft. Weil Ideologien an sich etwas böses sind, dabei ist das am Ende nichts weiter als eine bestimmte Weltanschauung. Und das ausgerechnet die CHRISTLICH Demokratische Union anderen Parteien ihre Ideologien, also Weltanschauungen vorwirft, während sie sich selbst frei von jeder Färbung machen und damit ja als die einzigen die Recht haben hinstellen möchte, ist schon süß.

Klar, in Deutschland herrscht Religionsfreiheit, was ich persönlich ja vor allem immer so verstanden habe, das man frei sein kann von jeder Religion. Na klar können Menschen glauben was immer sie wollen – in ihrer Freizeit und wenn es nicht im Widerspruch zum Grundgesetz steht was auch beim Christentum nicht immer der Fall ist. Wozu ein fundamentaler Glaube führen kann, kann man gerade mal wieder in Texas beobachten, wo Frauen weniger Rechte haben als der Corona Virus. Sicher, so schlimm ist es bei uns nicht, aber auch nur weil die ganz harten Spinner keinen Zugriff zur Macht haben. Zumindest noch nicht. Als Schüler muss ich in Bayern seit ein paar Jahren im Klassenzimmer auf ein Jesus-Kreuz gucken, warum?

Es geht mir hierbei gar nicht um Religion, wobei ich es eben lustig finde das eine von Religion geprägte Partei anderen ständig irgendwelche Ideologien andichten möchte. Es geht mir um die anderen Paradigmen oder Dogmen, denen die CDU anhängt. Ob es die NATO (immer noch) geben muss oder nicht, weiß ich nicht. Was aber nervt ist, das Alternativen gar nicht erst diskutiert werden dürfen. Als ob die scheiß NATO von Gott gegeben ist und es daher ein Sakrileg ist, diese in Frage zu stellen.

Wachstum um des Wachstums willen ist die Ideologie der Krebszelle

Edward Abbey

Letzten haben Die Grünen vorgeschlagen eine Instanz zu schaffen, welche es der Regierung verbietet Gesetze zu erlassen die im Widerspruch zu dem 1,5 Grad Ziel stehen, eben jenen Vertrag den auch Deutschland 2015 unterschrieben hat. Die CDU-nahe Presse kommentierte das mit “Irre!” Ja, absolut irre Gesetze abzulehnen die quasi ungesetzlich sind. Politik soll gestalten, Steuern sollen eben das, steuern. Eine Politik die versucht eine Wirtschaft, eine Gesellschaft die irgendwann einmal im Einklang mit der Natur steht zu erschaffen als Diktatur zu diffamieren, ist schon perfide.

Die Konservativen sind gefangen in ihrer Ideologie, noch schlimmer, sie haben sich eine eigenen Realität erschaffen in der alles was nicht ihrem Weltbild entspricht, schlicht falsch ist. Weil man konservativ ist, keine Kreativität und Empathie besitzt, verändert sich die eigene Überzeugung nicht oder wenn, nur extrem langsam. Das ist das Wesen von Religion, sie versucht beständig zu sein und Trends (zum Beispiel Menschenrechte) einfach auszuhalten. Man selbst ist ja schließlich das Maß aller Dinge. Alles andere, muss sich letztlich anpassen und erkennen, das es unterlegen ist. die Konservativen erzählen immer ein davon, dass die Links-Grün-Versifften anderen ihre Lebensweise aufzwängen wollen. Ich hab noch nie einen Grünen-Politiker fordern hören dass es das klassische Familienbild (Mutter, Vater, 1,5 Kinder, Hund und oder Katze) bitte nicht mehr geben darf. Die Progressiven greifen diese eher klassischen Familienbilder nicht an, alles was sie tun, wofür sie kämpfen ist die Anerkennung dessen das es auch andere Lebensmodelle gibt und das diese ebenso wertvoll sind, die das andere. Damit geht kein Wertverlust einher, genauso wie es bei der Ehe für Alle ist, aber man verliert eben den Status der Einzigartigkeit, die Deutungshoheit darüber, was okay ist. Und das wiederum, passt nicht mit der eigenen maßlosen Überheblichkeit zusammen. Ideologie at it’s best.

Foto : dpa

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By Ben
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