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26 Gründe nicht die CDU zu wählen … Neunzehntens: Diversität

Am 26. September wird gewählt. Wie auch die letzten Jahre, geht es um etwas. Doch der Unterschied ist, das es mit dem Ende der Ära Merkel (diese harte Überhöhung einer absolut unterdurchschnittlichen Karriere geht mir hart auf den Sack) eine echte Chance der Veränderung gibt. Was Merkel gekonnt unterdrückt oder besser eingeschläfert hatte, bricht sich Bahn: Wechselstimmung. In den Umfragen ist die CDU auf teilweise 20% abgestürzt. Doch ich traue dem Ganzen nicht und rechne damit, dass die CDU, gleichwohl sie sicherlich herbe Verlust hinnehmen wird müssen, letztlich wieder die stärkste Partei wird. Doch selbst wenn, bestünde die Möglichkeit eine Regierung ohne sie zu bilden. Wenn der Wille besteht. Diese Serie richtet sich an die, die immer noch damit liebäugeln der CDU die Stimme zu geben – jeden Tag ein triftigen Grund, nicht die CDU zu wählen …

Und wo wir gerade von inspirationslos sprechen, erinnert sich noch wer an die Vorstellung der CDU Plakatkampagne? Lauter weiße Menschen, die lächelnd dazu aufrufen, die CDU zu wählen. Peinlicher war ja nur noch, dass die abgebildeten Kranken- und Altenpfleger in Wirklichkeit CDU Politiker waren. Angeblich konnte man die Fotomotive nicht mit echten Angestellten aufnehmen wegen Covid. Wer’s glaubt …

Seehofer, Schäuble, Merz, Altmeier, Laschet – was haben alle diese Typen gemein? Sie sollten eher in Rente gehen als sich selbst nach wie vor als die Zukunft dieses Landes zu begreifen. Geht es nach der CDU, ist Deutschland genau das, ein alter, weißer Mann. Diversität? Ja sicher, wenn man danach gefragt wird, kann man auf ein paar Aushängeschilde verweisen, aber die spielen auch nicht wirklich eine Rolle in der Partei. Außer Amthor, der jüngste Greis der Republik, der immer als der Jugendliche herhalten muss. Weil er aber einen Penis hat, wird er es auch mal weit bringen in der Partei, während die anderen Alibi-Persönlichkeiten eben genau das sind und bleiben. Die CDU ist ein Männerverein und das soll sie auch bleiben. Schlimm genug, das die zunächst ungewollte Merkel eine solche Beliebtheit in der Bevölkerung erringen konnte und jahrelang als alternativlos galt.

Man muss systematisch Verwirrung stiften – das setzt Kreativität frei. Alles, was widersprüchlich ist, schafft Leben.

Salvador Dali

Wenn mich das Thema Diversität umtreibt, wenn ich daran glaube das es Unterschiede sind, die eine starke Gemeinschaft schmieden, ist die CDU nicht meine Partei und wird es niemals sein. Wann immer man sich zum Thema Diversität äußert, zur Gleichstellung von Minderheiten, der Anerkennung der LGBTQ Community, lügt man. Den leeren Worten folgen keine Taten oder wenn, dann nur, welche den Bestrebungen dieser Minderheiten schaden. Diese Partei maßt sich immer noch an, darüber entscheiden zu dürfen, wie Menschen zu leben haben, welche Minderheiten welche Rechte genießen dürfen, die ihnen vom Grundgesetz her zustehen. Das Blutspendeverbot für Homo- und Bisexuelle Männer liegt zwar in der Verantwortung der Bundesärztekammer, jedoch habe ich noch nie eine Agenda seitens der Konservativen vernommen, dieses ändern (beeinflussen) zu wollen. Die Ehe für Alle würde Jahrzehntelang von der CDU verhindert und letztlich nur von Merkel zur Disposition gestellt, weil sie es als Wahlkampfthema verhindern wollte – demonstrativ stimmte sie demnach auch dagegen. Vollständig vollzogen ist die Angleichung aber immer noch nicht. Stichwort Adoptionsrecht. Spant man den Bogen weiter, so kann man auch mal auf das Ungleichgewicht von Ost und West in Spitzenämtern oder auch in der Wirtschaft schauen. Der CDU ist all das ziemlich egal, sie zeigt keinerlei Ambitionen hier Gerechtigkeit herstellen zu wollen. Auch hier, enttäuscht sie auf vollster Linie.

Foto : KAY NIETFELD/DPA

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By Ben
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