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26 Gründe nicht die CDU zu wählen … Dreizehntens: Finanzen

Am 26. September wird gewählt. Wie auch die letzten Jahre, geht es um etwas. Doch der Unterschied ist, das es mit dem Ende der Ära Merkel (diese harte Überhöhung einer absolut unterdurchschnittlichen Karriere geht mir hart auf den Sack) eine echte Chance der Veränderung gibt. Was Merkel gekonnt unterdrückt oder besser eingeschläfert hatte, bricht sich Bahn: Wechselstimmung. In den Umfragen ist die CDU auf teilweise 20% abgestürzt. Doch ich traue dem Ganzen nicht und rechne damit, dass die CDU, gleichwohl sie sicherlich herbe Verlust hinnehmen wird müssen, letztlich wieder die stärkste Partei wird. Doch selbst wenn, bestünde die Möglichkeit eine Regierung ohne sie zu bilden. Wenn der Wille besteht. Diese Serie richtet sich an die, die immer noch damit liebäugeln der CDU die Stimme zu geben – jeden Tag ein triftigen Grund, nicht die CDU zu wählen …

Für wen macht die CDU eigentlich Politik? Im Schnitt entlasten die Wahlprogramme von SPD / Grüne / Linke um die 90% der Bevölkerung, je nach Partei etwas mehr oder weniger. Dennoch tut die CDU so, als würden ihre Konkurrenten die Steuern für alle erhöhen wollen. Das Gegenteil ist der Fall, es soll eben die oberen Zehntausend treffen, das sind real noch viel weniger als 10% die dafür aber deutlich mehr belastet werden sollen. Wir sprechen nicht vom kleinen Mittelstandsunternehmen. Wir sprechen von Multimillionären und Milliardären. Das sind die, die in der Krise sogar zulegen konnten. Die sollen, müssen, nun auch zur Kasse gebeten werden, um die Krise gegen zu finanzieren. Es waren schließlich auch genau diese Unternehmen die von bedingungslosen Finanzhilfen oder Kurzarbeitergeld usw. profitiert haben.

Eigentlich sollte das jeden einleuchten, und doch bleibt das Narrativ, dass die anderen Parteien die gesamte Bevölkerung belasten wollen. Damit streite ich nicht nur über Konservative, selbst Sozialdemokraten sind über die Jahre dem Narrativ einhergefallen das es böse ist, die absurd-reichen so zu belasten, wie es früher – unter Kohl – mal der Fall war. Weil diese dann nicht mehr investieren und am Ende noch das Land verlassen. Was für krasse Patrioten das doch sind. Investieren die denn jetzt? Ach ja, in Kampagne die Grünen zu diskreditieren oder aber als Wahlkampfhilfe für die FDP, weil nur diese dafür sorgen kann, das man weiter investieren kann. Hä?

Im Leben muss man wählen, Geld zu verdienen oder es auszugeben. Es bleibt nicht genug Zeit für beides.

Édouard Bourdet

Die Wahlprogramme der Parteien sind ausgerechnet worden, neben der FDP reißt das der CDU das größte Loch in den Bundeshaushalt. Das wird nicht bestritten aber auch nicht weiter thematisiert. Will man all diese Wahlversprechen umsetzen, bleibt nur neue Schulden zu machen – das verneint man – oder aber eben Einsparungen vorzunehmen. Woran wird man denn sparen? Am zweit größten Posten, dem Verteidigungshaushalt? Mit Sicherheit nicht, es geht wie immer an die sozialen Systeme. Entweder das oder Prinzip Hoffnung: wenn wir genug Einnahmen haben können wir das machen, wenn nicht … machen wir es trotzdem und schauen mal, wer dann eben leer ausgeht. Es werden nicht die Unternehmer sein, die jetzt fleißig Geld reinbuttern die Alternativen schlecht zu machen. Währenddessen komme ich zu dem Schluss, der Club Deutscher Unternehmer kann einfach nicht mit Geld umgehen.

Foto : dpa

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By Ben
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