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26 Gründe nicht die CDU zu wählen … Dreiundzwanzigstes: Jugendverachtung

Am 26. September wird gewählt. Wie auch die letzten Jahre, geht es um etwas. Doch der Unterschied ist, das es mit dem Ende der Ära Merkel (diese harte Überhöhung einer absolut unterdurchschnittlichen Karriere geht mir hart auf den Sack) eine echte Chance der Veränderung gibt. Was Merkel gekonnt unterdrückt oder besser eingeschläfert hatte, bricht sich Bahn: Wechselstimmung. In den Umfragen ist die CDU auf teilweise 20% abgestürzt. Doch ich traue dem Ganzen nicht und rechne damit, dass die CDU, gleichwohl sie sicherlich herbe Verlust hinnehmen wird müssen, letztlich wieder die stärkste Partei wird. Doch selbst wenn, bestünde die Möglichkeit eine Regierung ohne sie zu bilden. Wenn der Wille besteht. Diese Serie richtet sich an die, die immer noch damit liebäugeln der CDU die Stimme zu geben – jeden Tag ein triftigen Grund, nicht die CDU zu wählen …

Es war Wolfgang Schäuble welcher jüngst die Verachtung der CDU gegenüber der Jugend zum Ausdruck brachte, in dem er sagte “Junge brauchen auch ein Stück weit Widerstand”. Was er damit meint, ist die Einhegung der Proteste gegen die vollkommun ungenügende (Klima)Politik der CDU. Ein wenig Protest schön und gut, aber zu bunt darf es auch nicht werden. Die Profis sind schließlich die CDU, und die dummen Kinder kapieren einfach nicht, dass nichts über die Wirtschaft geht. Planet retten ja, aber nicht, wenn es der deutsche Arbeitsplätze kostet. Die CDU hat da ganz klare Prioritäten. Was nützt ein stabilisiertes Klima, wenn es keine deutsche Wirtschaft mehr gibt? Eben. Und ob die deutsche Wirtschaft wirklich eine intakte Umwelt braucht, bleibt ja noch abzuwarten. Und außerdem, wie schlimm kann das mit dem Klimawandel schon werden? Die Deutschen hätten schließlich schon größere Herausforderungen gemeistert, ebenfalls ein Zitat von Schäuble.

Wir können die Welt nicht retten, in dem wir uns an die Spielregeln halten. Die Regeln müssen sich ändern, und zwar heute.

Greta Thunberg

Die Wahl wird ü50 entschieden. Das ist eine bittere Wahrheit. ü30 kommen Die Grünen auf 40% oder so, aber in der Gesamtwertung spielt die junge Generation keine Rolle. Und selbst wenn, die Jungen wählen nun mal nicht die CDU, warum sollte sich die CDU also um diese scheren? Aus deren Sicht ergibt das total Sinn. Sicher, man verliert pro Wahl ca. eine Million Wähler an den Tod, aber das eine, hat mit dem anderen nichts zu tun.

Im Wahlkampf tut die CDU gerne so, als wäre sie am Puls der Zeit, als wäre sie Teil der gesellschaftlichen Entwicklung, in Wirklichkeit steht sie dieser entgegen. Da macht man hier Werbung mit LGBTQ+ Symbolik während man in Wirklichkeit alle Gesetze in diese Richtung blockiert.

Aber es gibt doch auch junge Leute die sich in der CDU engagieren? Sicher. Es gibt auch in der CDU ein paar Idealisten, die daran glauben diesen schwerfälligen Tanker von innen heraus verändern zu können. Andere, wie Amthor, engagieren sich in der CDU weil sie sich davon am meisten versprechen. Für sich selbst natürlich. Diese Partei, ist aus der Zeit gefallen oder davon überholt. Sie versteht auch nicht, dass es den kommenden Generationen weniger um Status Symbole geht, um Karrieren, Haus und Kind, sondern darum, sich selbst zu verwirklichen, die wenige Zeit die wir haben, effektiv und sinnvoll zu nutzen. Fernab von gesellschaftlichen Idealen die von Menschen wie Schäuble geprägt worden sind. Vor allem geht es den jungen Menschen gerade darum, das schlimmste in Sachen Klimakrise zu verhindern. Gelingt dies nicht mit unserer Stimme, muss es außerparlamentarisch gelingen. Irgendwie.

Foto : Janine Schmitz/photothek.net

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By Ben
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