BENSTAGE 17.4 Von der Chance einer Möglichkeit

Toolbox – Scrivener?

Da das Leben zurzeit an anderer Stelle nach mir verlangt, an mir zerrt während ich noch versuche unwillig im Ambivalenten zu verbleiben, komme ich nicht wirklich zum Schreiben. Viel weniger noch, als sonst. Weder verspüre ich die Lust, noch den Drang. Ich verbringe mehr Zeit damit über das Schreiben zu lesen, als es wirklich zu tun. Und immer wieder heißt es, Schreiben hat vor allem etwas mit Disziplin, mit Durchhaltevermögen zu tun. Da ich auch endlich diesen ersten, beschissenen Entwurf abliefern will, versuche ich mich zusammen zu reißen und irgendwas zu tun.

Schon immer war das wie für mich ein großes Hindernis. Wie genau schreibt man eigentlich, welche Tools nutzt man, welche Technik, wie strukturiert man sich am besten. Ich habe einfach keine Ahnung und bin unsicher. Ich habe schon zig Artikel darüber gelesen und erkennen das es vollkommen egal ist was andere sagen. Man muss eben die eine oder mehrere Methoden für sich finden, die funktionieren. Richtig oder falsch kann es dabei nicht geben. Was für mich funktionieren könnte, kann ich nur durch ausprobieren herausfinden. Was mir beruflich leicht fällt, teil meiner Job-DNA ist stellt mich hier vor riesigen Aufgaben.

Ich habe mir einst einen verschlüsselten WordPress-Blog angelegt der all mein lyrisches Schaffen beinhaltet – die BenCave. So richtig happy hat mich das jedoch nie gemacht, es fehlen einfach ein paar Dinge. Da ich diese Dinge immer wieder als Ausrede benutze, mich Tage, Wochen, Jahre mit Nichtigkeiten aufhalten kann, wollte ich das ganze also simplifizieren. Ein für alle mal klären und eine weitere Ausrede eliminieren. So entschloss ich auf die G-Suite umzuziehen. Sie bietet so ziemlich alles was man braucht. Also habe ich mich daran gemacht meine BenCave zu übertragen. Und auch dabei habe ich mich schon wieder in vollkommen unwichtigen Details verloren. Ärgerlich. An sich würde das schon funktionieren, aber so richtig happy würde es mich eben auch nicht machen. Dann las ich das die durchaus beliebte Autorensoftware Scrivener für Mac ein Update erhalten hat.

Ich habe Scrivener vor einiger Zeit schon mal ausprobiert und war nicht sonderlich begeistert. Auch wenn es ein mächtiges Tool ist, so fand ich es nicht sonderlich attraktiv, oder anders gesagt – kacken hässlich. Neben der Usability, einem guten Design, zählt für mich auch die Ästhetik. Das ist ein großer, wichtiger Unterschied. Ich tue mich schwer mit hässlichen Tools zu arbeiten. Nun wurde die UI überarbeitet. Noch immer finde ich sie etwas altbacken und nicht wirklich modern, aber erträglicher. Ich frage mich also ob es für mich kleinen Wortstümperer an der Zeit ist, auf ein Profi-Tool zu wechseln. Eine Lizenz kostet keine 45€, das ist vollkommen okay. Auch aus beruflicher Sicht würde das für mich Sinn machen. Ich denke, ich werde das jetzt mal mit ein, bis zwei Projekten versuchen, die Tutorials studieren, ein wenig damit spielen und dann eine Entscheidung treffen.

Da das Jahr mit großen Schritten dem Ende entgegen geht und ich mir fest vorgenommen hatte 2017 zumindest eine meiner Ideen zu Papier zu bringen, wird es höchste Zeit. Das Timing ist denkbar schlecht, aber ich versuche mich zusammen zu reißen.

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By Ben
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Zum Finden berufen, zum Suchen verdammt.

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