BENSTAGE 17.4 Von der Chance einer Möglichkeit

Pensum II – Wahrscheinlichkeitswillen

Februar war nicht gerade ein sehr produktiver Monat. Natürlich nicht, gibt es einen unwürdigeren Monat als dem der Hornung? Natürlich nicht. Eine Nicht-Zeit die man nur überstehen kann. So lässt sich meine Elegie von eben auf den einfachen Nenner bringen das es mir auf den Keks geht, das ich oft so müde bin, krampfhaft versuche einem Rhythmus zu entsprechen der so gar nicht meiner zu sein scheint. Ich opfere meine Produktivität der Idee von Wachheit dann wenn es zählt, zählen sollte, nur um immer noch müder zu werden. Wie unsinnig ist das, dann kann ich auch bis spät in die Nacht arbeiten und weiß anschließend wenigstens, warum ich müde bin. Schlaf lässt sich nicht nachholen. Es kommt mir vor, als würde ich versuchen Jahre nachzuholen. Ein unsinniger Kampf.

Vor einiger Zeit schrieb ich hier von Pensum. Davon zumindest an vier Tagen der Woche schöpferisch tätig zu sein. Überraschung – das hat nicht funktioniert. Seitdem ist wenig passiert. Das Leben zerrt an einem und man lässt es wie erstarrt über sich ergehen. Ich halte jedoch an meinem Ziel dieses Jahr zwei Manuskripte (zumindest den jeweils ersten Entwurf) fertig stellen zu wollen fest, und will mich mit aller Hingabe dem widmen. Doch schwanke ich nach wie vor zwischen mehreren Ideen hin und her und kann mich nicht so recht entscheiden. Wann immer ich mich mit den kreativen Schöpfungen anderer deprimiere, sehne ich mich danach selbst wieder zu gestalten. Ja, nicht nur schreiben, sondern auch gestalten. Es ist viel zu lange her als ich versucht habe an meine kreativen Grenzen zu gehen. Heute benutze ich Photoshop höchstens nochmal um ein Bild abzuspeichern. Ich verliere die Skills die mich einst hierher brachten, alles verkümmert und das gefällt mir gar nicht. Ich war nie überragend gut im Designen (es schmerzt das Jahre später vor sich selbst zu geben zu müssen), aber ein wenig Talent und Technik habe ich schon besässen. Genug um ab und an etwas herstellen zu können. Auch glaube ich daran das Kreativität nicht nur Talent, sondern vor allem ein Muskel ist, der trainiert werden kann. Ich will also nicht nur wortschöpferisch tätig sein, ich will mich auch wieder anders ausdrücken.

Es trifft sich also das ein paar meiner Ideen, ebenfalls eine visuelle Umsetzung zu lassen würden. Zumindest eine davon. Doch dann bin ich wieder an dem Punkt an dem ich nicht weiß, was genau ich davon in Angriff nehmen soll. Was hat wirklich Potential, was ist nichts weiter als ein dummes Hirngespinst? Hirngespinste sind es eben alle, solange sie dort, in den untiefen meines wirren Verstandes verweilen. Ich habe mir also etwas überlegt. Ich werde im März versuchen jede Woche intensiv an einer meiner Ideen zu arbeiten, Praktischerweise sind es genau vier die ich für am wahrscheinlichsten halte. Wobei ich zurzeit zusätzlich den Koalitionsvertrag unserer nächsten Regierung genau studiere, denn auch dazu habe ich eine ganz interessante Idee… Den, bzw. die Podcast’s an die ich gedacht hatte, werde ich dagegen wohl auf später verschieben. Große Lust dazu zu machen, aber zu wenig Energie die ich wenn dann anders nutzen sollte. Ende März habe ich dann hoffentlich jede Idee soweit traktiert, das sich heraus kristallisiert hat, welche von ihnen am meisten Potential und Wahrscheinlichkeitswillen besitzt. Diese werde ich dann stoisch umsetzen bis zum ersten, vollständigen Entwurf. Und dann die nächste.

Daneben gibt es die eine oder Kurzgeschichten Idee, die ich versuchen könnte. Außerdem will ich wieder mehr politisch bloggen (als Podcast Substitut) und all die Kurzkritiken abarbeiten, die sich angehäuft haben. Hier muss ich mich aber auf das besinnen was ich damit ursprünglich mal vor hatte: Wirklich kurze, pointierte Kritiken. Wirkliche Reviews überlasse ich anderen die dafür das Talent, Lust und Zeit haben. Meine Kritiken sollen nicht viel mehr sein als ein kurzer Gedankensplitter in bester Tweet-Manier. „Ja warum tweetest du dann nicht einfach drüber“ – ja weil ich alles was zählt in meinen Blog haben will und nicht in irgendwelchen obskuren Netzwerken. Ob das nun sinnvoll ist oder nicht.

Soweit erstmal aus der Schaltzentrale der Lethargie.

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By Ben
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