BENSTAGE 17.4 Von der Chance einer Möglichkeit

Die Dunkelste Stunde

Vorwort

Ich gebe nicht auf mit meinen Kurzkritiken aufzuholen bis ich mich damit wieder im Hier und Jetzt befinde. Wohlwissend das es niemand liest, mir nichts bringt und ich die Zeit besser investieren sollte – scheiß OCD. 

Ich stehe auf solche Geschichtsstreifen die interessante Biographien in den Vordergrund stellen. Dazu noch einen der begnadetsten Schauspieler unserer Zeit in der Hauptrolle – voilà ein Meisterwerk. Aber ist Die Dunkelste Stunde ein solches Meisterwerk? Spoiler: Nein, aber nahe dran.

Story

Die anfänglichen Misserfolge der Alliierten im zweiten Weltkrieg lösen Anfang Mai 1940 eine Kabinettskrise in Großbritannien aus. Zwischen Krieg, Verzweiflung und politischen Intrigen kommt schließlich der unwahrscheinlichste aller Kandidaten an die Macht und wird der neue Premierminister – der cholerische und unbequeme wie schroffe und stets brutal ehrliche Winston Churchill. Auf der einen Seite debattiert man noch über die Möglichkeit diplomatischer Lösungen um das schlimmste zu verhindern, auf der anderen Seite rechnet man mit der eigenen Niederlage und blickt mit Dünnkirchen einer nationalen Katastrophe entgegen. Churchill versucht in seiner eigenen Art souverän durch die dunkelste Stunde des Landes zu manövrieren, stets von Menschen umgeben die ihm misstrauen und am liebsten stürzen wollten.

Kritik
  • Story : Weltkriegsgeschichten sind immer faszinierend, wenn einen die Thematik an sich interessiert. Ich mag solche Geschichten, aber Die Dunkelste Stunde fühlt sich anders an, als gedacht. Sie konzentriert sich tatsächlich auf einen bestimmten Moment. Es ist faszinierend das der Name Churchill so bedeutend wurde, obwohl
  • Cast : Ben Mendelsohn ist eine Erwähnung wert, ansonsten bleibt beim Cast außer Gary Oldman niemand wirklich hängen – was aber auf keinen Fall böse gemeint ist. Oldman wiederum spielt in einer anderen Liga, wieder einmal. Der Mann ist einfach ein Gigant und einer der sehr wenigen Schauspieler, der mich jedes mal vergessen lässt das er überhaupt jemals jemand anderes dargestellt hat.
  • Effekte : Die Dunkelste Stunde ist einer dieser grandiosen Filme welcher Effekte nutzt um eine Geschichte zu erzählen und nicht anders herum. Alleine das Make-Up von Oldman ist atemberaubend – das ist derselbe Typ der Sirius Black gespielt hat oder Cmmissioner Gordon. Das muss man sich reinziehen.
  • Soundtrack : Bleibt nicht hängen, stört aber auch nicht.
  • Bester Moment : Das leicht missverstandene „Peace“ Zeichen von Churchill, welches Geschichte schrieb.
  • Promo : Außer den Trailern ist mir nicht viel mehr in Erinnerung geblieben.

Conclusio

Die Dunkelste Stunde ist interessant, unterhaltsam, spannend und faszinierend. Alles unter der Prämisse, dass einen die grundsätzliche Thematik interessiert natürlich. Der Film besitzt alle Zutaten um als Meisterwerk zu gelten, ist aber irgendwie zu leise und zu klein. Als würde er sich irgendwie zurückhalten, als würde er bestimmte Raketen nicht zünden. Die Story an sich, der Rahmen wäre groß genug gewesen doch absichtlich bleibt der Film übersichtlich und in seinem eigenen, abgesteckten Rahmen. Schade? weiß ich gar nicht. Ich fand ihn gut hätte ihn gerne noch geiler gefunden.

Bewertung:4/5 Bens
Foto : Universal Pictures

Add comment

Kommentar verfassen

By Ben
BENSTAGE 17.4 Von der Chance einer Möglichkeit

About Author

Ben

Zum Finden berufen, zum Suchen verdammt.

Follow Me

Legales

Posts

Neueste Beiträge

Schlagwörter

%d Bloggern gefällt das: