BENSTAGE 17.4 Von der Chance einer Möglichkeit

Die geistlose, willige Fanmasse

  • Der kürzlich angekündigte Joker Standalone Film wird nicht nur Jarret Leto durch Joaquin Phönix ersetzen, auch spielt er nicht im DCEU sondern macht ein neues Universum auf
  • Die nächste RoboCop Inkarnation von Neil Bloomkamp wird eine direkte Fortsetzung des ersten Teils von 1984 und ignoriert alle nachfolgenden Teile
  • Halloween wird ebenso eine direkte Fortsetzung des gleichnamigen Originals aus 1978 und ignoriert die sieben Fortsetzungen dazwischen, ebenso wie die beiden Remakes
  • Terminator 6 wiederum wird alles ab Teil zwei ignorieren und ebenfalls eine neue, andere Zeitlinie aufmachen
  • Nachdem der Justice League Film einen Katastrophe war, munkelt man, dass der lang angekündigte Batman Standalone Film ebenfalls nichts mit dem DCEU zu tun haben wird und folglich jemand anderes als Ben Affleck den dunklen Ritter mimen wird

Nicht nur, dass sich hier ein Muster aufzeigt beschissenen Fortsetzungen zu ignorieren und stattdessen direkt an die erfolgreichen Erstlinge an zu knüpfen um ein Franchise neues Leben einzuhauchen (bin gespannt ob das funktionieren wird), auch zeigt es, dass vor allem DC schwer mit seinem Movie Universe zu kämpfen hat, aber dazu später mehr. Mein Punkt ist eigentlich der, dass man als Fan so einiges hinnehmen muss, wenn man weiter Spaß am Kino haben will. Immer öfter wird von mir verlangt für Fortsetzung C, Fortsetzung B zu ignorieren, ja zu vergessen damit Fortsetzung C für mich irgendwie Sinn ergeben kann. Manchmal leicht, mitunter aber schwer. Robocop 2 war kein schlechter Film, auch gibt es durchaus Halloween Fortsetzungen (vornehmlich Teil 4 und 5) die ganz gut waren und für mich zur Mythologie gehören. Ja diese sogar formten, bevor sie in Halloween 6 dann versaut weil übertrieben wurde.

Ich habe prinzipiell nichts gegen Remakes oder Reboots. Bedingt sich ja oft. Aber dieses Zwischending finde ich anstrengend. Dann macht es halt von Anfang an richtig. Ein hehrer Anspruch, sicher, aber dieses „Ah verkackt, warte, machen wir noch mal – wenn auch 30 Jahre später“ nervt mich irgendwie. Warum nehmen wir das hin? Denn natürlich werde ich mir alle diese Filme anschauen und Chance ist, das mir viele davon gefallen werden. Warum ist man als Fan eigentlich ein so williger, beeinflußbarer Zellklumpen der am Ende alles verzeiht und allem irgendwie noch eine Chance gibt? Ich käme ja nicht auf die Idee mir einen dieser Filme nicht anzugucken. Dafür bin ich zu neugierig. Ich kriege den Cut hin zwischen Christopher Nolans Batman-Universum (wo es keinen Superman gibt) und dem DCEU. Aber wenn es neben dem DCEU und Nolans Universum noch ein weiteres geben soll, oder sogar mehrere, dann steige ich langsam aus. An sich ja normal, die verschiedenen Comic-Inkarnationen funktionieren ja auch nicht anders und doch, sind diese dann ja auch immer verbunden. Schwierig.

Foto : The Weinstein Company

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By Ben
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