BENSTAGE 17.4 Von der Chance einer Möglichkeit

Demokratur

Welche ein harmloses Wort, welch grausame Niedertracht in einem schlichten Gewandt. Wie der sprichwörtliche Wolf im Schafspelz. Ist es das, was hier gerade passiert? Ist es das worin wir die wunderbare Idee der Demokratie verwandeln, während wir sie noch gar nicht zur Gänze entwickelt haben? Lassen wir dieses Zeugnis der Menschlichkeit verkommen bevor es sich überhaupt richtig entfalten konnte?

Winston Churchill hat einmal gesagt das die Demokratie die schlechteste Regierungsform sei bis auf alle anderen die von Zeit zu Zeit ausprobiert wurden. Ich möchte glauben, dass Demokratie mehr ist als nur eine Form der Staatskunst. Es ist eine hehre Idee, ein hoher Anspruch. Eine Utopie. Sie gibt jeden Menschen die gleichen Rechte, die gleichen Pflichten und die gleichen Möglichkeiten. Jeder Mensch hat eine Stimme und nur eine Stimme. Ganz gleich wie groß oder klein, bekannt oder unbekannt jemand ist.

Die Idee der Demokratie mag naiv sein und nirgendwo auf diesen Planeten existiert sie in einer reinen, vollkommenen Form. Und doch sind die Staaten die nach Demokratie streben, dem Diktat der Wenigen abschwören, die am weitesten entwickelten und alles in allem friedlichsten Gesellschaften die es gibt.

Worte sind die mächtigsten Waffen heißt es. Warum kleidet man dann so grauenhafte Ideen in so harmlos anmutende Wörter? Weil jeder die schrecklichen Konsequenzen einer Diktatur kennt. Weil wir nicht gerne mit Wahrheiten konfrontiert werden, die uns nicht gefallen. Weil diese Worte verbrannt sind, für immer mit einen Makel behaftet. So schöpfen dunkle Gestalten neue Worte die verschleiern worum es eigentlich geht. Was hier eigentlich geschieht.

Wer Nazis Sprech spricht, wer denen applaudiert die dies tun, muss sich gefallen lassen das man ihn als Nazi tituliert. Ein Anfang muss sein, die Dinge beim Namen zu benennen. Seien wir ehrlich zu einander, halten wir Wahrheiten aus. Diejenigen die die Ideen der Geschichts-Vergessenen und Demagogen folgen, sollten zu dem stehen was sie sind. Oder was sie auch sind. Anders als die, möchte ich nicht daran glauben dass das Wunder der Persönlichkeit von nur einem Wesenszug bestimmt wird. Lassen wir nicht zu, das sie harmlose Worte missbrauchen um ihren Hass in Gesellschaftsverträgliche Worte zu hüllen. An der Bedeutung vorbei. Nichts sagend und alles preis-gebend.

Ich frage mich immer öfter ob ich mich in ein paar Jahren fragen lassen muss, wo ich war als alles zum Teufel ging, warum ich nichts dagegen unternahm. Weil ich mich von harmlosen Worten habe verführen lassen, weil ich glauben wollte, dass sich Geschichte nicht wiederholt, dass es am Ende schon nicht so schlimm werden würde.

Es gibt keine Diktatur-Light, keine radikale Form der Demokratie. Wir müssen uns entscheiden wie wir leben wollen. wie wir die Zukunft unserer Rasse gestalten wollen. Ob wir an eine bessere Zukunft glauben oder ob wir davon überzeugt sind, dass das beste was wir können, bereits hinter uns liegt und jedwede Versuche dem zu entfliehen zum Scheitern verurteilt sind. Diejenigen die sagen wir können und wollen das nicht schaffen, glauben am Ende nicht an sich selbst. An die Chance einer Möglichkeit. Daran mehr zu sein, als sie jetzt sind. sie geben sich mit einen Status Quo zufrieden welcher alles ist, was sie sich vorstellen können. Ich empfinde Mitleid für diese Menschen. Und Verachtung.

Die Großartigkeit der Demokratie ist ebenso ihre größte Schwäche. Wie kann ich als einzelnes Individuum all diesen Hass, die Rohheit und Gewalt überwinden? Wie kann ich alleine diese Welt befrieden, sie zu einem besseren Ort machen? Ich kann es nicht. Das gelingt nur, gemeinsam. Ich kann nur ein Teil derer sein, die Gutes im Sinn haben. Wir alle müssen uns entscheiden, auf welcher Seite der Geschichte wir stehen wollen. Wollen wir zu den positiven Kräften gehören, zu denen die zumindest versuchen, diese Welt zu einen besseren Ort zu machen oder wollen wir an der Seite derer stehen, die gar nicht erst nach Antworten suchen, sondern nur Hass verbreiten. Keine Ideen für sondern nur gegen etwas entwickeln.

Die Welt ist nicht schwarz-weiß, war es nie. Und doch glaube ich das wir uns für eine Seite entscheiden müssen. Das es so graue Konstrukte wie eine Demokratur nicht geben kann. Das dies Hirngespinste derer sind, die sich die Wahrheit nicht eingestehen wollen. Die die Brutalität mancher Wahrheiten nicht verstehen können oder wollen.

 

Add comment

Kommentar verfassen

By Ben
BENSTAGE 17.4 Von der Chance einer Möglichkeit

About Author

Ben

Zum Finden berufen, zum Suchen verdammt.

Follow Me

Später…

Posts

Neueste Beiträge

Schlagwörter

%d Bloggern gefällt das: