BENSTAGE 17.4 Von der Chance einer Möglichkeit

Kapitel 17.4

Ein sehnsüchtiger Ben sitzt an seinem Rechner und sucht nach möglichst bedeutungsvollen Worten die einem neuen Blog neues Leben ein-hauchen sollen. Gedanken die rasen, Worte die sich nicht so recht fügen wollen. Ein Gefühl von Unvollkommenheit. So geschehen zu oft in den letzten Jahren.

La Vita Nouva – so hieß sogar mal einer dieser Artikel die als neuer Anfang einem desaströsen Ende folgten. Seitdem ich meine Gedanken das erste Mal mit dem Web teilte, vor mehr als elf Jahren, habe ich mein digitales Selbst unzählige Male zerstört und vom Neuen erschaffen. Jedes Mal größer und schöner als zuvor. Überragt nur von dessen grandiosen Scheitern. Wann immer meine digitale Flamme erlosch, folgte darauf ein neuer virtueller Feuersturm. Voller Elan und Hoffnung. Jedem Anfang wohnte ein Ende inne…

Ich weiß wirklich nicht mehr genau, wie oft ich schon eine neue Version meiner Selbst ausrief. Offiziell war ich bei Version 4.4 glaube ich, zähle ich alle Blogs zusammen sind es wohl mehr sieben oder zehn, wer weiß das schon.

Meinen letzten Blog, oder viel mehr Blogs, beendete ich weil ich dem, was ich dort vorhatte nicht mehr gerecht werden konnte. Vor allem aber hatte ich erkannt, dass es nicht das ist, was ich eigentlich tun möchte. Warum ich mal anfing zu schreiben. Mit all dem was ich dort kommentieren wollte, beschrieb ich letztlich immer nur das Schaffen anderer, anstatt selber zu erschaffen. Ich sehne mich jedoch danach zu schreiben und nicht nur zu beschreiben. Ich erkannte, dass ich meinen Blog zunehmend als Ausrede benutze, nicht selber kreativ zu sein. Es gab schließlich zu viel was es zu kommentieren galt. Doch fehlt mir diese Seite meiner Selbst. Der Worttänzer, der Erschaffer. Ich möchte diese Kreativität zurück. Nach Jahren des Wünschen und Hoffen will ich mich endlich meinen Ideen stellen und sie Realität werden lassen. Eine nach der anderen. Auf die Gefahr hin, dass sie nicht gut sind und ich erkennen muss, dass die Schreiberei nie mehr war als ein Hirngespinst. Das diese Idee meiner selbst, nie Wirklichkeit werden kann. Davor fürchte ich mich, mehr als vor vielen anderen Dingen. Es ist der eine Traum der mich schon mein Leben lang begleitet. Mich antrieb und begeisterte. Und ich weiß nicht was ein Mensch tun kann, der keinen Traum mehr hat…

Dies ist ein neuer Anfang. Mal wieder und doch soll es anders sein. Auch wenn ich nicht ganz ohne kann, so will ich das drumherum auf ein Minimum reduzieren und mich vor allem auf das Kreative Schreiben in allen seinen wunderbaren Formen konzentrieren. Was ich fühle, will ich wenn vor allem in Form von Lyrik oder Geschichten teilen.

Bis auf diesen Text, soll es keine Referenz auf die Tausenden zuvor verfassten Artikel geben. Noch soll es um mich als Person gehen. Zumindest nicht jetzt. Und doch, ist es mir ein Anliegen darauf hinzuweisen, dass ich schon einmal hier war. Das ich nicht erst seit gestern mit Worten ringe und tanze.

Dies, soll ein Haus der Worte werden, eine lyrische Festung der Einsamkeit, erschaffen aus Gedanken und Träumen. Ein neues Kapitel.

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By Ben
BENSTAGE 17.4 Von der Chance einer Möglichkeit

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Zum Finden berufen, zum Suchen verdammt.

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